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Monatsgedanken - April

Ostern – das Besteigen eines rasanten Zuges!



Friedrich Dürrenmatt (Schweizer Schriftsteller, 1921-1990) hat in seiner Kurzgeschichte «Der Tunnel» eine surreale Erzählung geschrieben.
Da steigt ein 24jähriger Student an einem Sonntagnachmittag in den Zug, der ihn von zu Hause wieder in die Universitätsstadt bringen soll. Er kennt die Strecke genau. Da kommt ein Tunnel, aus dem man nach wenigen Minuten wieder ins Freie fährt. Der Zug fährt fahrplanmässig in den Tunnel ein. In den Abteilen werden schwache Lichter eingeschaltet. Aber seltsamerweise nimmt der Tunnel kein Ende. Es scheint immer enger zu werden, das Getöse nimmt zu, die Fahrt wird immer schneller. Die anderen Fahrgäste bemerken offenbar nichts. Der 24jährige sucht den Schaffner auf. Wie sie in diesen Tunnel geraten sind, weiss er nicht. «Ich habe dafür keine Erklärung». Während die Fahrt immer rasender wird, versuchen beide, nach vorn auf die Lokomotive zu klettern, um den Zugführer aufzusuchen. Als sie schliesslich dort ankommen, stellen sie fest, dass der Führerstand leer ist. Die Maschine reagiert auf nichts mehr, der Zug beschleunigt die Geschwindigkeit. Ausserdem spürt man, dass er plötzlich abwärts rast, dem Inneren der Erde, dem Ziel aller Dinge entgegen. «Was sollen wir tun?», fragt der Zugführer verzweifelt. «Nichts», antwortet ihm der 24jährige, ohne sein Gesicht vom tödlichen Schauspiel abzuwenden. «Gott liess uns fallen, und so stürzen wir denn auf ihn zu.»
Die Erzählung hat mich persönlich von meiner Jugendzeit an fasziniert! Und ich verbinde sie mit Karfreitag und dem Osterfest. An Karfreitag geht es unheimlich zu und her. Der Abgrund des Todes droht. An Ostern gibt Gott dann die Antwort: der Ausweg aus einem Tunnel. Es geht wieder ins Leben hinein!
In der Erzählung von Dürrenmatt rast ein Zug auf den Abgrund zu, es zeichnet sich eine Katastrophe ab (der Tod, das Nichts, das Ungewisse). Der plötzlich und unerklärlich in den Alltag eindringende Schrecken in Form eines Zugunglücks zeigt eine Unentrinnbarkeit auf, vor der sich Menschen oft verstecken (Der 24jährige hat während der Fahrt die Ohren mit Watte verstopft und trägt eine Sonnenbrille).
Man kann sich fragen: Wird in Dürrenmatts Erzählung von einer schrecklichen Katastrophe erzählt oder eben doch vom heilsamen Fall des Menschen auf Gott zu?
Ich meine, die Erzählung kann in beide Richtungen interpretiert werden.
Das Osterfest ist ein grossartiges Ereignis: Jesus überwindet und besiegt den Tod! Menschen, die in dieses göttliche Geheimnis mithineingezogen werden, steigen gleichsam auch in einen Zug ein, in der Meinung, ganz wie gewöhnlich und geplant am geplanten Ort wieder auszusteigen, aber plötzlich gibt es kein Aussteigen mehr, sondern eine beschleunigte Fahrt, in der alles aus den Fugen gerät! Da wird die Sonnenbrille vom Kopf fallen und die Wattebüschel aus den Ohren! Was wir von Ostern wissen: Gott vernichtet nicht, sondern erweckt zu neuem Leben. Also mutig einsteigen: Die Osterreise führt uns gewiss zu neuen und verheissungsvollen Orten.
Viel Mut wünsche ich allen, die unterwegs sind!
Pfarrerin Carola Jost-Franz

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Einsetzung Heinz Blaser als neuer Kirchenpfleger – im Ostergottesdienst vom 4. April



Heinz Blaser wurde mit Applaus in der Kirchgemeindeversammlung vom 15. November 2020 für die verbleibende Amtsdauer der Kirchenpflege 2018-2022 gewählt. Im Ostergottesdienst vom 4. April wird Heinz Blaser in sein Amt offiziell eingesetzt und willkommen geheissen.

Vorstellung Heinz Blaser
Seit 1984 wohne ich mit meiner Frau Doris in Wasterkingen. Aufgewachsen bin ich in Eglisau. Vorher wohnten wir einige Jahre im Aargau, zuerst in Wettingen, später in Lengnau. Dem Wunsch meiner Frau entsprechend, sind wir dann mit unseren beiden Kindern als junge Familie an ihren Geburtsort Wasterkingen zurückgekehrt.
Im Laufe meines Lebens hatte ich schon mehrere Tätigkeiten im Gemeinwesen ausführen dürfen. Jüngst, als Präsident der Pfarrwahlkommission, lernte ich auch noch das kirchliche Umfeld kennen. Auf die Anfrage, in der Kirchenpflege mitwirken zu wollen, stand für mich nur mein Alter - ich bin seit dem Winter 2018 pensioniert - im Wege. Die Möglichkeit mitzuhelfen, zusammen mit der neuen Pfarrerin Carola Jost-Franz, den weiteren Angestellten, der Kirchenpflege und allen Freiwilligen die Kirchgemeinde neu beleben zu können, hat mich schlussendlich überzeugt, meine gesellschaftliche Verantwortung wahr zu nehmen und meine Erfahrung einzubringen.
Ich freue mich, zusammen mit Ihnen, auf viele gute Begegnungen und Gespräche.
Heinz Blaser, Ressort Bildung & Jugend

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Gedanken aus der Kirchenpflege



Vor Jahren habe ich bei meiner Mutter in der Küche ein altes Kochbuch gefunden, es stammt aus dem Jahre 1980. Das Kochbuch hat mich fasziniert und so nahm ich es mit zu mir. Nun kam es beim Durchsuchen von neuen Kochideen vor wenigen Tagen wieder in meine Hände und es fasziniert mich noch immer.
Es ist eben nicht nur ein Kochbuch mit alten Rezepten. Nein in diesem Buch bekommt man Tipps, wie man den Haushalt führt, die Kinder betreut und Kochen lernt. Die Jahreszeiten sowie die 12 Monaten sind darin aufgeschrieben. Dazu kommt, dass zu jedem Monat das Sternzeichen und dessen Bedeutung steht. Auch hat es immer ein Monatsrezept. Ich möchte Ihnen einen kleinen Einblick in das Buch geben und so fängt das Buch an mit dem Januar.

Da steht:
Ein neues Jahr nimmt seinen Lauf.
Die junge Sonne steigt herauf.
Bald schmilzt der Schnee, bald taut das Eis.
Bald werden die Wiesen voll Blumen sein,
Die Äcker voll Korn, die Hügel voll Wein.
Und Gott, der ewig mit uns war, behüte uns auch im neuen Jahr.


Dann kommt das Sternzeichen und danach kommen die Rezepte. Am Schluss vom Kapitel kommen die aktuellen Saisonalen Angebote, z.B: der Apfel; über den wird folgendes geschrieben: Die Frucht der Verlockung; Schon Eva konnte Adam mit einem Apfel verführen! Wen wundert’s, sind doch Äpfel etwas vom Köstlichsten, das uns die Natur anbietet. Ganz abgesehen davon, dass Sie einfach vorzüglich schmecken, haben sie auch so ziemlich alle Vitamine und Nährstoffe in sich, die der Körper täglich benötigt.
Und so geht es durch das Buch mit über 250 Seiten. Vielleicht konnte ich Sie inspirieren, wieder einmal ihre Kochbücher durchzusehen. Ich jedenfalls mache das viel und gerne.
Daniela Ehrenzeller
Ressort Mitgliederbeteiligung & Freiwilligenarbeit

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Unsere nächsten Gottesdienste und Veranstaltungen auf einen Blick.
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Nächste Anlässe:
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Am 22.04.2021 um 09:30 Uhr
KGH Hüntwangen, Monika Dietiker
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Vesper bi de Lüüt
Am 24.04.2021 um 17:00 Uhr
Schopf Huwiler, Wasterkingen, Pfrn. Carola Jost-Franz
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Gottesdienst
Am 02.05.2021 um 10:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfrn. Britta Schönberger
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