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Schneeschuhlaufen 2014

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Schneeschuhlaufen – das Kirchen-Weekend mit der ersten Oberstufe:
1./2. Februar 2014 auf dem Hasliberg


Noch ist es Nacht im Rafzerfeld bei der Abfahrt um 7.00 Uhr. Dann grau in grau und neblig beim Abholen von unseren beiden Begleitpersonen in Oberglatt, Patrick Zwick (Hochalpiner Gebirgs- und Lawinenspezialist) und seiner Lebensgefährtin Marion Leu (Pfarrerstochter, u.a. Berufsschullehrerin). Elf Jugendliche, darunter ein einziges Mädchen, erleben das Erwachen des Tages mit SRF3 im Kleinbus und im Sarnerland dann die ersten Schneeberge im frühen Sonnenschein.

Auf dem Hasliberg führt erst um 9.15 Uhr die Käserstatt-Gondelbahn die ersten Skifahrer auf den Berg – zuvor war der Föhnsturm noch zu stark. Wir warten (Kein Koma) bis auch wir hinaufgeführt werden, ausgerüstet mit Schneeschuhen und leichten Rucksäcken, voller Erwartung, was oben sein wird. Tatsächlich, da pfeift es uns um die Ohren. Die Bergwelt mit Schnee ist herrlich. Die letzten Schneeschuhe sind an den Füssen, es war nötig, einander zu helfen. Die ersten Schritte gehen erstaunlich leicht und schon bald geht’s mit einer Rutschparty einen kleinen Abhang hinunter, dann Richtung Gipfel des Giebels.

Endlich, bei den Alphütten unterhalb, kommt die ersehnte Pause. Anschließend wird es steil. Für einige ist dies eine echte Zerreiss- und Kraftprobe. Die eigenen Grenzen werden erahnt. Motivation, respektive die Taktik „Schritt um Schritt“ ist angesagt. Die steilen Hänge hinter uns lassend, gehen wir nun über den Grat auch mit Blick hinunter ins Haslital dem Gipfelkreuz entgegen. Auf der anderen Seite ist die Sicht nun frei auf den Brünigpass und bis zum Thunersee. Ein großartiger Moment. Stark drückt der Föhn die Schneewolken über dem Tal ins Berner Oberland. Doch bei uns scheint noch die Sonne und der Rückenwind macht uns geschwind.

Beim Kreuz auf dem Giebel, auf 2‘035 Meter über Meer, ist in einer Metallbüchse das Gipfelbuch – da sind unsere sprichwörtlichen Gipfelstürmernamen jetzt verzeichnet.
Es werden Stimmen laut wie: „Ich gratuliere Dir, dass Du es geschafft hast“ oder: „Nie hätte ich gedacht, dass Schneeschuhlaufen so cool sein kann“.

Ja, es war pfiffig und nach einer Viertelstunde beim im Wind singenden Holzkreuz und Bänklein geht es lustig talwärts. Rutschpartien auf dem Hosenboden, kleine Schneerutsche surfend, landen wir flugs fröhlich johlend bei den Alphütten. Da essen und trinken wir das Mitgebrachte und lassen es uns wohl sein. So ein schöner, geschenkter Tag!

Weiter unten am Bergbeizli vorbei, wo auch alle Skifahrenden und Snöber einkehren, denken wir: „Die Armen! Die mussten den ganzen Tag nur immer hinauf und hinunter.“ Die wenigen Meter am Pistenrand geben den Anlass, diesen Hasliberg-Konsumenten zuzurufen: „Heh, pass auf, fahr nicht so schnell!“

Im CEVI-Zentrum Hasliberg werden wir ins Jugendhaus 1 eingewiesen und beziehen unsere Schlafzimmer. Einsam im Leiterzimmer schläft unser einziges Mädchen, nebenan wir drei Begleiter und eine Schar Buben, die man noch lange leise sprechen hört beim Gang auf’s WC, so um halb eins und gar noch später. Die Smartphone-Welt zieht sie in den Bann. Doch das ganze Programm erwartet auch sie mit dem Frühstück und dem anschliessenden Gottesdienst, wie der grossen Hausreinigung, die wie letztes Jahr von einer strengen Hauswirtschafterin sehr kritisch begutachtet wird und noch eine zusätzliche Reinigungsrunde nötig werden liess.

Es schneite über Nacht und schneite immer noch schweren Schnee. Nach dem kurzen selbstvorbereiteten Gottesdienst verbringen wir also den Rest des Morgens auf unberührten Schneefeldern mit Spielen, die Patrick Zwick anleitet. Wir werden wie gestern nass von aussen und innen (Schwitz-Keuch). Es ist intensiv und fröhlich. Weicher Schnee fängt uns auf, wenn wir fallen. – Es heisst, sich immer wieder aufrappeln, auch am Schluss zur Heimfahrt. Noch ist nicht sicher, wie gut das steile Strässchen vom Schnee geräumt ist. Doch es ist wieder fahrbar....

Herzlichen Dank allen Teilnehmenden für die gute Stimmung im Reisegepäck, die gut gewählten Beiträge zum Thema: „Einer trage des andern Last“ (aus dem Galaterbrief), wie z.B. „I am walking, I am walking, home again, cross the snow, walking through the stormy snow, to be near you to be free ...“

Ja, frei von den Alltagssorgen der letzten Woche starten wir nun unsere Hindernisläufe im Unterland durch die Neue.
„Gott phüet Eu alli wiiterhin“ Pfr. Heinz Leu

 
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Unsere nächsten Gottesdienste und Veranstaltungen auf einen Blick.
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Nächste Anlässe:
Dorfweihnachten mit Krippenspiel (2.-Klass-Unti)
Am 23.12.2018 um 17:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
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Familiengottesdienst zu Heilig Abend
Am 24.12.2018 um 22:00 Uhr
Kirche Wil, Pfr. Heinz Leu
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Gottesdienst zu Weihnachten mit Abendmahl
Am 25.12.2018 um 10:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
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