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Konfreise 2014

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Konfirmandenwoche 2014 - Höhenflug nach Barcelona

Am 19. Juli nachmittags ist eine glückliche Konfirmandenschar – Viola, Jeanine, Jan, Nick, Fabian, Lars, Michael S., Michael J. und Janis - samt den drei Begleitenden Pamela Blöchliger, Karin Seglias und meiner Person, nach einer spannenden und schönen Woche in der Welt- und Kulturstadt Barcelona am Flughafen Kloten empfangen worden: Müde zwar vom frühen Aufstehen um fünf Uhr, jedoch zufrieden mit all den Erlebnissen, Höhepunkten, Eindrücken und vor allem mit einer guten Gemeinschaft. Die Tage geprägt haben auch die Morgeneinheiten, wo wir nach Gott und dem Leben mit den Modalverben „KANN-MUSS-WILL-SOLL“ fragten: Können wir etwas verändern?

Auftakt der Woche in Barça war das WM-Schlussspiel Argentinien-Deutschland. Wir fuhren als erstes mit der Metro durch die Riesenstadt zur Deutschen Evangelischen Kirchgemeinde zum Public-Viewing. Es stimmt, die Deutschen wurden immer nervöser gegen den Schluss, so dass selbst bei unschicklichen Fouls applaudiert wurde. Doch dann war ein Höllenkrach im offenen Gemeindesaal zur Kirche hin, als endlich das erlösende Tor gefallen ist. Enttäuschend für alle Argentinien-Fans, denn Superstar Messi spielt schliesslich sonst für Barcelona. In jedem Shop konnten Leibchen mit der Nr. 10 gekauft werden.

Beeindruckend war der Zustrom von Touristen bei der Hauptattraktion der Stadt, der „Sagrada Familia“ (Sühnekirche der Heiligen Familie), welcher sich der Architekt Antoni Gaudi nach seinem 1910 letzten fertiggestellten Profanbau ausschliesslich bis zu seinem Tod 1926 widmete. Die Kathedrale sollte einst 15'000 Menschen fassen und 18 Türme haben. Dafür bettelte Gaudi selbst unerkannt auf den Strassen der Stadt, bis ihn eine Strassenbahn überfuhr. Erst später merkten die Bestatter, dass es Antoni Gaudi gewesen war. Zum Glück durften wir, als kirchliche Gruppe bevorzugt, schon nach 20 Minuten Wartezeit in das monumentale Bauwerk, das erst vor kurzem vom Papst auch zur Basilika zum würdigen Gebrauch geweiht wurde. Die Audioführung erzählte gut zusammengefasst, was Gaudi mit seiner Architektur zum Lobe Gottes und seiner ganzen Schöpfung zum Ausdruck bringen konnte. (Anmerkung des Schreibenden: vor 34 Jahren war erst ein kleiner Teil dieses Bauwerkes zu bestaunen, so die ersten vier Portaltürme und es liess sich locker durch die Baustelle ohne grossen Rummel spazieren.)

Wir wohnten nicht weit von der grossen Flanierstrasse „Les Rambles“. Weil in Spanien einst auch die Araber herrschten, hat diese berühmteste Strasse diesen Begriff behalten, der eigentlich nur die Abwasserkanäle bezeichnete. Als endlich die Stadtmauern für eine Stadtentwicklung geschleift werden durften, planierte man mit dem Material diese 1,5 km lange Strasse und baute damit auch die repräsentativen Gebäude, die eine neuere Geschichte erzählen.

Die ganze Strasse runter, bei sengender Hitze und klappernden Kofferwägelchen, erreichten wir unser Quartier. Dreifach abgeriegelt, sodass niemand unsere Konfirmanden stehlen konnte. (Einzig, am frühen Morgen der Abreise hat jemand der letzten Nachtvögel dem Schreibenden mit dem Gepäck in der Hand noch den Schweizerpass aus der Hose gezogen. Dieser rannte flugs hintendrein und schimpfte “Du Tubel, wa fallt dir ii?“ – und konnte dem Dieb das Dokument wieder abnehmen.)

Eine fantastische Berglandschaft mit grossartigen Gesteinsformationen bescherte uns der Klosterbesuch von Montserrat, rund 60 km nordwestlich. Der Schwarzen Madonna, welche als Schutzpatronin verehrt wird, küssten wir die Füsse nicht, weil zu viele dafür Schlange standen. Auf einem Nebenschauplatz erfüllten wir jedoch unser theologisches Tagesprogramm.

Auch unser Tagesgebet in einer der Kirchen Barças, im Zwölferkreis, wo jeder die gewählte Spruchkarte mit eigenen Gedanken legte und einer gemeinsam gesungenen Antwort mit einem Taizélied, umrahmt von einem Gebet von Frère Roger Schutz, habe ich immer als einen besonderen Moment, als einen stillen Break im Trubel einer solchen Metropole erlebt. Am Freitag haben wir am Schluss auch 298 Gedenk-Sekunden für die Familien des vom Himmel heruntergeholten Malaysia-Flugzeuges angehängt.

Dass einheimische Kultur uns nicht kalt liess, obwohl zuerst Nasenrümpfen angesagt war beim Stichwort Operette, bewies der wunderbare Flamenco-Abend im „PALAU DE LA MUSICA ORFEO CATALA“. Eine Liebesgeschichte gekonnt inszeniert mit Tänzern und Sängern. Beeindruckt hat mich der Gitarrist. Sagenhaftes, tiefgründiges, spanisches Moll ist uns mit viel Leidenschaft gespielt worden.

Um nicht allzu langfädig zu werden, möchte ich mich bei jenen bedanken, welche sich für diese Reise einsetzten. Ich hoffe, dass wir auch mit anderen Reiseformen weiterhin glückliche Konfirmanden hin zu den Konfirmationen begleiten können.
Pfr. Heinz Leu

 
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Am 24.12.2018 um 22:00 Uhr
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Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
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