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Pilgern 2016

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Pilgern der 8.-Klässler im Rahmen des Konfunterrichts
Beim Pilgern erfährt man viel über sich selbst. Es ist nicht nur ein Wandern, nicht nur ein gemeinsames Erlebnis. Das natürlich auch, aber was macht denn das Pilgern aus? Dass man immer wieder innehält, sei es äusserlich oder innerlich. Das Bekannte Gebet von Niklaus von Flüe hat uns begleitet. Aber ich greife vor.

Am Freitagabend sind wir mit dem Zug in Richtung Interlaken gestartet. In Zürich gab es ein wenig Hektik, aber wir erwischten den Zug zum Glück noch. Die Jugendherberge neben dem Bahnhof Interlaken war modern ausgebaut und wir gönnten uns noch das erste EM-Spiel auf der Grossleinwand. Vor dem zu Bett gehen notierten wir auf kleinen Zetteln was uns gerade beschäftigt. Diese Zettel nahmen wir griffbereit auf unsere Wanderung am nächsten Morgen mit. Kaum waren wir draussen, kam auch schon der erste Regenguss, der aber schnell wieder vorbei war. Wir marschierten also los und liessen den Regen hinter uns. Nach Interlaken hielten wir zum ersten Mal inne.

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles mir,
was mich hindert zu dir
.

"Haben diese Worte etwas mit dem zu tun, was ich mir gestern Abend aufgeschrieben habe? Was tut mir nicht gut, und worauf könnte ich gut und gerne verzichten?" Mit diesen Gedanken gingen wir weiter dem Thunersee entlang.

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Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich führet zu dir.


"Was ist es, was ich wirklich zum Leben brauche? Wofür bitte ich sonst so im Leben? Will ich überhaupt zu diesem Gott?" Wir kamen zu den Beatushöhlen und verbrachten eine geraume Zeit unter dem Berg in den Tropfsteinhöhlen, die ca. 100 Millionen Jahre alt sind.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.


"Was ist schon der Mensch? Bin ich bei Gott gut aufgehoben? Bin ich mir manchmal selber im Weg?" Nach einer Mittagspause machten wir uns auf den Weg zu der Schiffsstation in Merligen und überquerten den See per Schiff. In Spiez angekommen machten wir noch einen Halt in der Schlosskirche in Spiez, wo wir bei einer kurzen Stille innehielten und die Reise und ihre Fragen nochmals reflektieren konnten.

Wir hatten viele gute Gespräche, halfen uns gegenseitig, wenn der Regen kam, teilten Proviant, lachten und scherzten miteinander, hatten Berührungen der Herzen. Und gleichzeitig veränderte es jeden von uns. So ist es mit dem Pilgern. Man ist sicher nicht mehr gleich, als wie am Start der Reise.
Raphael Baumann, Sozialdiakon

 
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Am 23.12.2018 um 17:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
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Am 24.12.2018 um 22:00 Uhr
Kirche Wil, Pfr. Heinz Leu
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Am 25.12.2018 um 10:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
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