Angebote Agenda Was tun bei Räume Über uns Fotos & Berichte Downloads Links  

Konflager 2017

Mit dem Hausboot auf der Saône vom 15. bis 22. August 2017

In der ersten Schulferienwoche reisten wir mit neun Konfirmandinnen und Konfirmanden und einem vierköpfigen Team in die Haute-Saône nach Frankreich. In Scey-sur-Saône bemannten wir ein Hausboot und fuhren in dieser Woche bis nach Auxonne und wieder zurück. Das Markusevangelium begleitete uns jeden Morgen, die von Heinz Leu moderierte Tagesschau bildete jeweils den Tagesabschluss. Dazwischen wurde viel geschleust, gebadet, gespielt, gegessen und gechillt. Hier ein paar Blitzlichter und Szenen aus unserem Lageralltag.

Wir sind keine drei Minuten auf dem Fluss unterwegs, da fällt uns einer von zwei Sonnenschirmen ins Wasser. Was für ein Anfang! Wir merken schnell - mit etwas Humor geht es besser. Ab jetzt legen wir den übrigen Schirm bei Nichtgebrauch gefaltet auf Deck.

Am zweiten Tag fängt Julian, unser Hilfsleiter, mit seiner Angelrute einen Fisch. Begeistert scharen sich alle um den Eimer, in dem er aufbewahrt wird und fragen sich, was Julian denn jetzt zu tun gedenkt. Der Fisch entkommt irgendwann unbemerkt auf Deck und verendet dort. So ist es für Julian klar - der Fisch wird gegessen. Er nimmt ihn aus, steckt ihn ins Gefrierfach und der Fisch wird dann - mariniert und grilliert von Julian selber - genüsslich am Donnerstagabend verspiesen.

Beim Schleusen hat sich mittlerweile Routine eingespielt. Abwechselnd sind tageweise unsere Matrosen und Offiziere im Einsatz, wenn es darum geht, eine Schleuse zu durchqueren. Mit Schwimmwesten ausgerüstet hantieren sie mit den Tauen, beobachten aufmerksam die Bewegungen des Bootes und geben einander Anweisungen und Beobachtungen weiter. Es läuft wie am Schnürchen.

Unsere, durch eine kleine Prüfung qualifizierten, Offiziere dürfen auch mal ans Steuer. Wenn man dann von der Kabine oben aufs Deck kommt und erst dann sieht, dass gar nicht der Kapitän am Steuer sitzt, sondern ein Konfirmand, merkt man, dass man sich getrost in deren Hände geben kann. Auch beim Nachtessen, beim Abendprogramm und beim Logbuch schreiben nimmt die Gruppe ihre Verantwortung wahr. Die Reise war also in guten Händen.

Das, was mir bleibt, wenn ich an das Konflager zurückdenke ist: Frieden. Auf Hebräisch Schalom. Die Juden verstehen den Friedensbegriff nicht als perfekte, konfliktlose Welt, sondern beziehen sich auf die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Frieden ist dort, wo wir einander helfen, wo wir uns mitfreuen, wo wir einander vergeben, wo wir einander trösten und heilen, wo wir einander Raum geben und Anteil nehmen.

Das haben wir erlebt und das wird mir auch bleiben. Ein Konfirmand hat gegen Ende des Lagers gemeint, dass es ihn erstaunt, dass wir es so gut miteinander haben, obwohl sie in der Schule gar nicht so viel miteinander zu tun hätten. Das hat mich tief bewegt. Denn letztlich sind es diese Erlebnisse, die uns zusammenschweissen, die uns tragen und die uns Frieden geben. In dem Sinne, schalom!
Raphael Baumann, Sozialdiakon

 
Die neue Ausgabe von unserem "kontakt" ist ab sofort als pdf-Datei online.
mehr...
Unsere nächsten Gottesdienste und Veranstaltungen auf einen Blick.
mehr...
Nächste Anlässe:
Dorfweihnachten mit Krippenspiel (2.-Klass-Unti)
Am 23.12.2018 um 17:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
mehr...
Familiengottesdienst zu Heilig Abend
Am 24.12.2018 um 22:00 Uhr
Kirche Wil, Pfr. Heinz Leu
mehr...
Gottesdienst zu Weihnachten mit Abendmahl
Am 25.12.2018 um 10:00 Uhr
Kirche Wasterkingen, Pfr. Heinz Leu
mehr...